Wasser trinken gegen Überwachung!

Gleich gehe ich los: Demonstrieren ist angesagt heute. Und da es so heiß ist und ich eigentlich nie ohne irgendein mir sinnvoll und angemessen erscheinendes Aktionsmaterial zu ’ner Demo gehe, habe ich mich entschieden, das Lasteneselchen mal auszureizen: Es wird heute ordentlich beladen anlässlich meiner Miniaktion „Wasser trinken gegen Überwachung!“ 66 kleine Mineralwasserflaschen, beklebt mit Aluspiegelfolie und folgendem Text:

„Für die, die da glauben, Frieden sei aus Bomben und Sicherheit aus Stacheldraht gemacht: Schreib an die Wände, dass Menschen hier wohnen, jetzt ausnahmslos unter Verdacht. Und gib dabei auf dich Acht, dass dich die Kameras nicht sehn, wenn du vorhast, durch die überwachte Welt da draußen zu gehn“ (aus: DOTA, Überwachte Welt)

Wasser trinken gegen Überwachung: eine Miniaktion von @manubloggt – Prost! 😉

Bittebitte: Teilt mit anderen, soll ja keine und keiner hier umkippen vor Hitze!

Hoffen wir, dass das Rad bis zum Demoauftakt nicht zusammengebrochen ist 😉

Demoauftakt 14 Uhr auf dem Heinrichplatz; Strecke: Oranienstraße, Rudi-Dutschke-Straße, Kochstraße, Wilhelmstraße, Behrenstraße, Ebertstraße, Brandenburger Tor (Abschlusskundgebung) – wer’s spontan noch liest (ihr benutzt doch alle RSS-Feader..), kommt doch auch!

Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!

Wie hier bereits beschrieben, findet im September in Berlin zum ersten Mal die (nur im Namen) an bekannte sportliche Großereignisse angelegte Veranstaltung „Jugend hackt“ statt.

Programmierinteressierte Kinder & Jugendliche ab 12 treffen sich in Berlin (Anreise von außerhalb wird unter Umständen finanziell unterstützt!) und arbeiten mehrere Tage „wie die Großen“ an unterschiedlichen Programmierprojekten. „Wie die Großen“ hat auch diese echt tolle Kinder-Hack-Veranstaltung ein Problem: Wie mir zu Ohren kam, gibt es bisher wohl noch vergleichsweise wenige Mädchen, die zur Veranstaltung kommen wollen.. Das kann doch wohl nicht sein! Helft bitte mit, „Jugend hackt“ noch bekannter zu machen und Mädels zu ermutigen, sich anzumelden!

Klebt doch einfach DIESEN Veranstaltungsaufruf (pdf) an den Kinderclubeingang in eurem Kiez, sprecht mal mit den Mitarbeitenden im Stadtteilzentrum, schickt die Info an euch bekannte techinteressierte Mädels weiter, verteilt den Aufruf über die Mailingliste eurer Schule, hängts im Supermarkt aus oder im Bioladen oder im Techmarkt im nächsten Einkaufszentrum… Was auch immer.

Tiefgreifende Programmierkenntnisse sind NICHT ZWINGEND erforderlich, Interesse am Coden und erste Schritte in diese Richtung natürlich schon („Wir freuen uns über alle 12- bis 18-Jährigen, die schon einmal Programmiercode geschrieben haben – egal, ob ihr gerade erst HTML lernt oder schon komplizierte Python-Algorithmen baut.“)

Bitte teilt das – und schon mal danke fürs Helfen :-) „Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!“ weiterlesen

Netzneutralität – jetzt auch mit ARD und ZDF

ARD und ZDF schließen sich in einem gemeinsamen Positionspapier (pdf; Kenntnis via Twitter) der Forderung nach einer vertieften gesetzlichen Regelung zur Festschreibung von Netzneutralität an.

Bitte informiert auch ihr euch, klärt euer Umfeld zum Thema auf und zeichnet die aktuelle Bundestags-ePetition, auch wenn uns allen bewusst sein sollte, dass solche Petitionen nur begrenzt wirksam sind (Netzpolitik.org erklärt es noch mal schön). Ein Zeichen sind sie aber doch, die Debatte um Netzneutralität wird durch eine hohe Zeichnendenzahl sicherlich weiter in die Gesellschaft getragen und der Druck auf die Politik erhöht, und genau darum muss es jetzt gehen.

Hier und hier gibts übrigens Interviews mit dem einreichenden Petenten. Und nach wie vor lesenswerte, ausführliche Artikel zum ökonomisch motivierten Kampf gegen die Netzneutralität, dem Versuch der Vereinnahmung des Internet und auch zu den diesbzgl. Interessen der Telekom gab es u.a. schon im Sommer 2010 auf carta und im Sommer 2011 in der c’t.

Update: Kinderjeans

Antwort von Ökotest (sorry, komme erst jetzt dazu, das zu posten) – nicht sehr erbaulich, leider, denn die wissen auch nicht mehr als ich:

„Ffm, 16.5.2013

ÖKO-TEST Magazin 5/2013 – Kinderjeans

Sehr geehrte Frau Schauerhammer,

vielen Dank für Ihre Email. In der Testvorbereitung war es so, dass zwar Kinderjeans aus dem zertifizierten Biobereich zu bekommen waren, aber leider keine als fairtrade zertifizierte Ware. Umso wichtiger finde ich daher auch Initiativen wie die Ihre, immerhin haben Sie entsprechend zertifizierten Jeansstoff entdeckt, für einige Menschen ist Selbernähen sicher eine mögliche Alternative.

Viele Grüße aus Frankfurt

(Name)
Verbraucherberatung
ÖKO-Test Verlag“

Donnerstag in Köln

So ein Zufall, am Donnerstag werde ich beruflich in Köln sein. Vielleicht lass ich mir bis dahin noch ein schwarzes T-Shirt bedrucken? Mit ner wasserfarben-impressionistisch-angekrisselten Drossel, weil doch Frühling ist, und wegen Drosselkom-Vogelbeobachtungstag und so…

Ich hab mal kurz ein bisschen herumkreativiert (Basisbild hier):

Was meint ihr, thumbs up or down, hey or ney?

Aufwachsen in Digitalistan: Vortragsdokumentation re:publica13

Realität: Das Internet ist.

Realität: Kinder tun Dinge.

Realität: Dinge tun findet überall statt – auch im Netz. Egal, was Experten glauben und / oder erlauben.

ZUM GLÜCK!

Hier zum Anschauen mein Talk auf der re:publica 2013:

Wie versprochen, stelle ich euch hier auch die Folien zum Vortrag zur Verfügung: Ich habe mir noch die Mühe gemacht, euch diverse Kommentare ‚dranzuschreiben – die Textbildchen dienten ja nur der „Hintergrunduntermalung“; nun scheinen sie mir auch einzeln recht nützlich. Aber natürlich können sie niemals nicht so nackt und ganz allein den Vortrag aufwiegen 😉 – also, klickt mal oben auf Play. Und wenn ihr diesen Eintrag ausklappt, findet ihr unten auch die ganzen Videos, die ich im Vortrag anspreche. Es lohnt sich wirklich, die Kinder und Jugendlichen anzuhören – um die ging es ja eigentlich und ganz besonders.

„Aufwachsen in Digitalistan: Vortragsdokumentation re:publica13“ weiterlesen

Zusammen statt gegeneinander: Politladen

Das ist ja mal eine gute Initiative: In der Thermometersiedlung in Berlin Steglitz-Zehlendorf haben sich – offenbar schon im Dezember 12, die Seite ist aber jetzt erst online – die vier in der BVV vertretenen Parteien zusammengetan und gemeinsam einen „Politladen“ eröffnet.

„Alle Bürger des Bezirks können sich hier jederzeit über politische Fragestellungen informieren und ihre Anliegen einbringen. Über mangelnden Winterdienst, schlechte Müllentsorgung, fehlende Beleuchtung oder nicht gewährleistete Barrierefreiheit – die ersten Sprechstunden haben bereits gezeigt, dass es Bedarf zur Lösung ganz praktischer, alltagsnaher Probleme gibt. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Parteien und ihrer Vertreter beschränkt sich dabei aber nicht nur auf die gemeinsame Anmietung und Nutzung des Ladens. Probleme, die von den Bürgern in den Politladen getragen werden, werden dort auch gemeinsam besprochen und an diejenige Person weitergegeben, die aus ihrer jeweiligen Position heraus zur Lösung etwas beitragen kann. Ein solcher Raum bietet allerdings auch Nutzungschancen über die „klassische“ Parteiarbeit hinaus. So steht der Politladen gerade im Kontakt mit der Verbraucherzentrale Berlin, die sich tatsächlich vorstellen könnte, an einem Tag in der Woche den Politladen zu nutzen, um hier ihre aufsuchende Beratung im Rahmen des „Kieznahen Verbraucherschutzes“ anzubieten. „

„Zusammen statt gegeneinander: Politladen“ weiterlesen

Gender und Zahlen: Helft mit!

Die Bloggerin Anne Roth sammelt jetzt Daten:

„Hintergrund dieser Sammlung ist, dass mir gerade jetzt bei den Diskussionen rund um Sexismus und den #aufschrei auf jede Beschreibung von Benachteiligungen, Belästigungen von oder Gewalt gegen Frauen entgegnet wird, dass das Männern auch passiert.

Ich hätte also gern eine Seite, auf die ich verweisen kann, um ohne viele Worte deutlich zu machen, dass das eben nicht gleich verteilt ist.

Dazu denke ich an Zahlen zu

Gewalt gegen Frauen
Gewalt in Beziehungen (in alle Richtungen)
Gewalt gegen Kinder in Familien
Tötungsdelikte (TäterInnen und Opfer)
Einkommen
Renten
Arbeitslosigkeit
politische Funktionen
Chefposten
Karriere

Gern auch geografisch aufgeschlüsselt: in Deutschland, in der EU, in unterschiedlichen Kontinenten.
Auch, um mit dem verbreiteten Bild aufzuräumen, dass es Frauen in Deutschland viel besser ginge.(…)“

Unterstützenswert! Wer hilfreiche Links hat und/oder sonst mithelfen will: Nehmt mit ihr Kontakt auf!

Einsatz mit Folgen. Klasse!

Quelle: Wikimedia Commons

Erinnert ihr euch noch an den Vorweihnachtsaufruf diverser Frauenhäuser? Vor Weihnachten hatte ich einerseits etwa 60 kleine und größere Päckchen für die Aktion organisiert; da für Berlin neben Kinderspielzeug etc. vor allem Bedarf und Wunsch nach Handtüchern und Besteck bestand, dachte ich mir: Kontaktiere doch einfach mal die Geschäftsleitung eines großen Einrichtungshauses. Vielleicht geht da ja was. Und siehe da, heute erfuhr ich, dass mein Einsatz sich tatsächlich gelohnt hat: Eine Mitarbeiterin des Frauenhauses konnte auf diese Initiative hin wirklich einen Batzen Handtücher und Besteck abholen. Manchmal ist es so einfach..

Ich bin erfreut darüber, wie positiv diese kleine Aktion verlaufen ist. Das gibt doch wirklich Mut für viele weitere „unwichtige“ kleine Schritte!

Wer kommt mit? 06.02.13, Böll-Stiftung: „Mali nach der Intervention“

Eben kam per Mail eine echt superinteressante EInladung zu einer Podiumsdiskussion in der H.-Böll-Stiftung in der kommenden Woche rein:

„Mit der militärischen Intervention Frankreichs ist der Konflikt im westafrikanischen Mali nach ganz oben auf die weltpolitische Agenda gerückt. Seit Monaten sahen sich die Menschen in Mali einer vielschichtigen und komplizierten Konfliktlage ausgesetzt:
Tuareg-Rebellion, Militärputsch und islamistische Gruppierungen, die das entstandene Machtvakuum nutzten, um ihre Kontrolle über Malis Norden zu festigen und in den Süden vorzudringen.

Welche Auswirkungen die Intervention auf Mali, die Sahel-Region und auf Nordafrika haben, ist nicht vorhersehbar. Frankreich, die Verbündeten und die Truppen der westafrikanischen Regionalorganisation ECOWAS werden nach den Rückeroberungen der Städte des Nordens unter Umständen noch in einen dauerhaften Kampfeinsatz gezogen. Eine politische Strategie für Mali bleibt hingegen offen: Welche politische Ordnung nach der Intervention folgen soll und wie nachhaltige und alle Bevölkerungsgruppen einschließende Lösungen erreicht werden können, vermag man auch nach Verlautbarungen über einen in Malis Hauptstadt Bamako abgestimmten „Fahrplan“ nicht wirklich zu sagen. (…)“

Die Podiumsdiskussion findet am kommenden Mittwoch, 06. Februar um 19 Uhr 30 statt. Ich geh hin – kommt jemand mit? Kontaktiert mich einfach per Mail oder Kommentar.

Infos zu den Gästen auf dem Podium und die ausführliche Einladung stelle ich in den erweiterten Eintrag; ein E-Paper zum Thema könnt ihr hier abrufen.

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