Kinderarztbeobachtungen: IGeL, Impfungen und Medizin für alle

medikamente_blogMit einem Drittkind, das 13 Jahre jünger ist als das Erstkind, sieht man ja doch einiges, was sich verändert hat bei den medizinischen Empfehlungen. Schon die Unterschiede zwischen K1 und K2 waren erstaunlich (bei K2 war z.B. das zentral erfasste Baby-Hörscreening gerade neu). Und nun erleben wir noch viel mehr Unterschiede – die uns zum Teil erst den Kopf schütteln und dann mit den Ohren schlackern lassen. Und manches „darf“ man ja gar nicht aussprechen.

Ein paar Beispiele?

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Abschluss-Konferenz EWSDGE

In den letzten Jahren war ich mehrfach und in unterschiedlicher Weise – als Protokollantin (Bsp., Liste 2013, Bsp. 2015, Liste Dt. 2015), als Rednerin sowie als PoetrySlammerin – und an ganz unterschiedlichen Orten in Deutschland und in Frankreich in das Projekt Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung bzw. (in der europaweiten Fortsetzung) European Women Shareholders Demand Gender Equality eingebunden.

Heute findet in Brüssel die Abschlusskonferenz dieses spannenden und erfolgreichen Projekts statt.

Politik ist bekanntlich „dicke Bretter bohren“ – das nervt manchmal (mich Ungeduldige ja sogar ziemlich oft), aber umso wichtiger ist es, dass viele Menschen über lange Zeit am Ball bleiben und sich gemeinsam stark machen. In Sachen Gleichberechtigung dürfen sich der djb und alle mit ihm verbundenen Organisationen und Institutionen heute für die geleisteten Anstrengungen und die bisher bereits erreichten Erfolge meiner Meinung nach mindestens einmal kräftig auf die Schultern klopfen, gemeinsam anstoßen – und dann aber nicht mit der wichtigen Arbeit aufhören, sondern weiter bohren, bohren, bohren. Chapeau an alle hier vielfach Engagierten. Und weiter so!

Mehr Informationen zum Output des Projekts finden sich u.a. hier, hier (pdf) und hier. Eine interessante Pressemitteilung des djb aus 12/2015 zur „Aufsichtsrätinnen-Richtlinie“ ist hier abrufbar.

Ruck und Röcke beim 4. efF-Neujahrsempfang

War das ein Spaß: Dem Neujahrsempfang des Vereins erfolgsfaktor FRAU e.V. durfte ich am 25. Januar einen „Kulturbeitrag“ beisteuern. Bissige Zitate, zerknüllte Zeitungen, fliegende Erdnüsse – und alles für die gute Sache!

Ich habe viele interessante Gespräche geführt, durfte mich über ein großes positives Echo auf meinen Beitrag freuen und fand es besonders schön, bei dieser Veranstaltung auch die Gelegenheit zu haben, die beeindruckende Bundesfamilienministerin a.D. Renate Schmidt, Schirmherrin von erfolgsfaktor FRAU e.V., persönlich kennenzulernen.

erfolgafaktor FRAU e.V. Foto Neujahrsempfang 2016
Neujahrsempfang von erfolgsfaktor FRAU e.V. (efF) am 24. Januar 2016 im Schauspielhaus Nürnberg: (v.l.) Claudia Specht, Vorsitzende von efF, Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D. und Schirmherrin des Vereins, Generalkonsulin Ingrid Hofmann (r.), Geschäftsführende Alleingesellschafterin der I. K. Hofmann GmbH und Sponsorin der Veranstaltung, sind zusammen mit rund 160 weiteren Gästen begeistert vom Poetry-Vortrag von Manuela Schauerhammer (2. v.l.), Texterin aus Berlin. In ihrer Performance verpackte sie humorvoll und wortgewandt, was sie auf so mancher Hauptversammlung erlebt hat. Foto: Kurt Fuchs / efF – Abdruck honorarfrei

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Refugees Emancipation: Internet Cafés für Geflüchtete

Kontakt halten zu den nächsten Menschen in der Ferne. Sich informieren, lernen, sich vernetzen und/oder vernetzt bleiben. Sich zurecht- oder auch Zerstreuung finden. Das Internet gehört zu unserem Leben heute elementar dazu – oder, wie es die Deutsche Welle formulierte: „Das Internet und der Zugriff auf seine vielfältigen Inhalte ist von zentraler Bedeutung für die Lebenshaltung, fand der Bundesgerichtshof“.

Daher finde ich die Initiative Refugees Emancipation ausgesprochen unterstützenswert. Ich habe daher gerade was für die Unterstützung eines Internet-Cafés der Initiative in Potsdam gespendet, vielleicht hat ja die eine oder der andere auch die Möglichkeit, eine der Projekt-Initiativen zu unterstützen? Das geht ganz einfach hier über betterplace.org – oder auch durch direkte Beteiligung. Ach ja, die Spende ist in Deutschland übrigens steuerabzugsfähig.

Refugees Emancipation Clip from Refugees Emancipation Support on Vimeo.

Aus gegebenem Anlass: Leseempfehlungen Flüchtlingsdebatte

Ich zieh mal einen Link aus einem Kommentar-Kommentar hoch und verlinke zwei weitere Artikel, die ich euch gerne ans Herz legen möchte:

1) der Faktencheck der Süddeutschen Zeitung von Anfang September – Zahlen gegen Vorurteile.

2) eine Sprachkritik von @astefanowitsch bei derstandard.at zu den Begrifflichkeiten Flüchtlinge, Migranten usw.

3) den Prantl-Kommentar vom 17.09.15 zum geplanten Asylrecht: „Das geplante neue deutsche Asyl-Abschreckungsrecht ist ein Frevel. Es hungert die Geflohenen aus.“

Vielleicht möchte das ja wer lesen…

Update

4) Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle 2015 (beim heutigen Einstellen schon wieder viel zu veraltet, seit dem 07.09. sind bekanntlich-erschreckenderweise schon wieder etliche neue Übergriffe hinzugekommen…)

5) die sehenswerte Panorama-Sendung vom 17.09.2015 in der ARD-Mediathek

6) Asylfakten.de: (nicht nur) für Sachsen. „(..)weil wir selbst schon sehr häufig nach Links und Argumenten gesucht haben, um sie bei Facebook in die Kommentarspalte zu teilen, haben wir uns überlegt, anderen genau diese Faktensuche zu erleichtern.“

Sport frei – nicht in meiner Turnhalle?! Gegen eine Petition.

In Berlin petitioniert es mal wieder. Denn, Zitat:

„Gemeint ist dabei die möglicherweise geplante Beschlagnahmung von Sportstätten des Sportforums Hohenschönhausens.
An diesem Olympiastützpunkt arbeiten Schule, Trainer und Sportler über Jahre hinweg Hand in Hand, um langfristig Erfolge zu erzielen. […]
Es kann nicht sein, dass etwas, das jahrelang von Vereinen, Trainern, Sportlern, Eltern mit großem physischen, psychischen, sozialen und auch finanziellen Engagement aufgebaut wurde, nun leidet oder sogar gänzlich kaputt gemacht wird. Das ist nicht mehr nur ein Einschnitt in den Freizeitbereich.“

WIE BITTE?!

Dröseln wir es mal schön auf: Es gibt seit Tagen, Wochen, Monaten das Problem der Unterbringung der Flüchtlinge. Turnhallen als Übergangsquartiere sind in vielen Stadtbezirken eine relativ einfach realisierbare Option – es gibt sanitäre Anlagen und Platz, nutzende Vereine können oftmals – auch, wenn das natürlich nicht schön ist! – ihre Aktivitäten anteilig ins Freie verlagern UND engagieren sich glücklicher- und dankenswerterweise zudem vielfach ehrenamtlich bei der Versorgung und Unterstützung der Menschen vor Ort. Ähnliches gilt für den allgemeinen Sportunterricht und für das Engagement der Schulkinder sowie ihrer Familien vor Ort – gerade gestern berichteten die LOGO!-Kindernachrichten (wenn auch nicht aus Berlin) über ein tolles von Schüler*innen auf die Beine gestelltes Sprach-Lern-Programm für die in ihrer Turnhalle untergebrachten Menschen.

Andererseits bedeuten solche Umnutzungen natürlich Einschnitte in den normalen Schul- und Alltagsablauf. Ja, auch ich frage mich (s.o.), warum es nicht viel mehr möglich ist, große, leer stehende Objekte nicht viel schneller und konsequenter zur Verfügung zu stellen, die ebenfalls für die akute Unterbringung von Flüchtlingen geeignet wären (was ja jetzt im Flughafen Tempelhof z.B. auch umgesetzt werden soll). Ich weiß um die Beispiele zur dezentralen Unterbringung in Wohnungen als wünschenswerteste und beste Möglichkeit für Integration und auch um die Debatte, wie schwer es ist, das kurzfristig z.B. auch durch Beschlagnahmungen praktisch umzusetzen.

Vor allem aber weiß ich: Es kommen jeden Tag neu hunderte bis tausende Menschen ohne Dach überm Kopf in Berlin an. Kurzfristige Lösungen – auch unbequeme! – MÜSSEN also her.

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„Das ist zu schaffen!“

– so schrieb es Lorenz Maroldt heute im Checkpoint, dem preisgekrönten Tagesspiegel-Newsletter, der hier das morgendliche Familienfrühstück seit Monaten bereichert, angesichts der dieses Jahr für Berlin zu erwartenden 70.000 Flüchtlinge bzw. 1 Million für Deutschland (zum ausführlichen Artikel hier entlang). Hilfe wird vielfach benötigt – und wer mit anpacken will und kann, findet hier vielleicht gute Anknüpfungspunkte. Inhaltliches Futter zur Thematik stellt übrigens seit neulich die taz kompakt zur Verfügung – mit einer Sonder-Rubrik in deren, wiederum, Newsletter. Hoffentlich hilft’s – nach den Worten folgen gute Taten, ja? Solidarität, ftw.: Seid dabei. Ach ja, wenn ich mich richtig erinnere, ist morgen übrigens Weltfriedenstag

Tropfen auf den heißen #LaGeSo-Stein.

LAGESO_Wasser

Gestern bereits lief es nicht nur über Twitter, sondern wurde u.a. auch vom rbb laut auf die Agenda gesetzt: Bei um 40 Grad Außentemperatur in Berlin müssen Menschen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (kurz: LaGeSo), der zentralen Anlaufstelle für Flüchtlinge in Berlin, ausharren. Tag und Nacht, teilweise über einen mehrtägigen Zeitraum. Ohne vernünftig sichergestellte Versorgung mit Essen, Wasser, Medikamenten oder Schlafplätzen – nicht einmal (ausreichend) Zelte sind vor Ort. Freiwillig Helfende riefen angesichts der offenbar katastrophalen Umstände vor Ort die Bevölkerung auf, akut aktiv zu werden und zu unterstützen.
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Leerstand

Johnny Häusler hat so schön geranted in seinem Post „Als ginge es nur um das Tempelhofer Feld“. Auch ich habe eine Immobilie vor der Nase, die seit Jahren leersteht, und keiner weiß eigentlich, warum – Auszug aus einer Kleinen Anfrage der SPD von 2012(pdf):

„Der LiFo will das Grundstück Berliner Straße 42 vermarkten. Der Leerstand ist in dem Verkauf des Grundstückes begründet. Für das Gebäude Berliner Straße 43 besteht ein Erbbaurechtsvertrag mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin e. V. Warum der Verein keine Nutzung aufgenommen hat, ist nicht bekannt.“

Ende 2012 sollte für das Gebäude demnach ein Bieterverfahren eröffnet werden. Es gab dem Internet nach Pläne z.B. für ein Studentenwohnheimprojekt. Ob verkauft wurde oder nicht – keine Ahnung. Passiert ist seitdem jedenfalls: genau nichts. „Leerstand“ weiterlesen