Das Mädchen Wadjda: Geht ins Kino!

Dass es diesen Film gibt, grenzt fast an ein kleines Wunder, wie kinderfilmwelt.de erklärt:

„Wusstest du, dass bis zum April 2013 Frauen in Saudi-Arabien tatsächlich nicht Fahrrad fahren durften? Da ist es ganz schön mutig von der Regisseurin, trotzdem eine Geschichte über ein Mädchen und ihren Fahrradtraum zu verfilmen. Über den Alltag von Kindern wie Wadjda und Abdullah gibt es kaum Filme.(…)“

Der Film läuft ab dem 05.09.2013 in den deutschen Kinos. Das Haus @manubloggt geht den sicherlich in der kommenden Woche in Berlin ansehen – wer mit will, meldet sich zwecks Abstimmung schnell per Mail.

SCHEISSE im Wohlstandskiez. Ein Rant.

Nebenan in den Spielzimmerhochbetten liegen gerade zwei Kinder, die lange nicht einschlafen konnten heute. Weil sie über Reichtum und Armut nachdachten, über Teilen und Nichtteilen, über Helfen und Nichthelfen, über Kindsein und Erwachsenensein und über diese Welt. Und hier, an diesem Rechner, sitze ich. Die Frau, die sich noch immer nicht beruhigt hat nach diesem Tag, der einfach zu viel war. Nach diesem Tag, in dem sie vielleicht eine Spur zu laut in der Tram verkündete, dass „ihr“ (die Kinder) so nicht aufwachsen sollt“, und dass diese „SCHEISS Wohlstands-Wir-Teilen-Nicht-Mentalität nicht das ist, was ich euch mit auf den Weg geben will für euer Leben!“. Empörte Blicke anderer Fahrgäste. Hat sie eben wirklich SCHEISSE vor den Kindern gesagt?! Steigerung galore. Aber von vorn.

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HÄNDE WEG von unseren Klubs! – ein Kinderkrimi

Am kommenden Montag, 19.August 2013 um 17 Uhr laden Kinder zweier Berliner Jugendeinrichtungen, die in den vergangenen Monaten an einem Filmprojekt mit dem Titel „Hände weg von unseren Klubs!“ gearbeitet haben, ins Kino ARSENAL zur Premiere ein.

In dem Film geht es um die Rettung von Kinderfreizeitorten vor der Verdrängung durch lukrative Hotels und vielversprechende Wohnprojekte. Den rücksichtslosen Immobiliengeschäften, bei denen öffentliche Einrichtungen meist den Kürzeren ziehen, setzen die Marzahner und Schöneberger Kinder gemeinsam etwas entgegen.

Hört sich spannend an? Finde ich auch. Sehr! Ich gehe hin, kommt doch mit!

Die ausführliche PM zur Filmpräsentation könnt ihr nachstehend nachlesen.

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Aufreger: „Verschlüsselte Mails“ im Radio

Der Liebste fuhr gestern zwischen diversen Terminen durch die Stadt. Radiohörend. Irgendwann rief er mich an, sozusagen schon durchs Telefon puterrot bellend, ob ich auch diesen PR-Scheiß gehört hätte auf radioeins, und dass er es ja nun wirklich nicht fassen könne. „Die sind doch sonst nicht so doof!“ Hilfe!, so aufgebracht hab ich ihn selten erlebt, und das heißt wirklich was – ihr müsst wissen, schon als Kind im Ferienlager beim Neptunfest bekam er, wie mir zugetragen wurde, mal den Titel „ruhigstes Eichhörnchen des Jahres“ oder so ähnlich… Jedenfalls hat er dem Lieblingsradiosender abends ’ne gepfefferte Mail geschrieben. Und mir eine Kopie davon mit der Erlaubnis des Verbloggens soeben freundlich zur Verfügung gestellt.

Hallo,
könnt Ihr bitte aufhören, den PR-Blödsinn, dass die Telekom, GMX usw. in Deutschland jetzt verschlüsselt und damit sicher anbieten, über die Nachrichten zu verbreiten. Das ist ja wohl nicht Euer Ernst, dass Ihr
dass in die Welt posaunt, ohne es zu hinterfragen. Durch die angekündigten Maßnahmen wird technisch nichts sicherer, außer der Kommunikation zwischen den beteiligten Unternehmen, die E-Mails selbst werden aber nicht verschlüsselt, nur die Kommunikation der Mailserver. Die Mails liegen dann immer noch unverschlüsselt auf den Servern von Telekom & Co. Das ist pure PR, die sich in Zeiten der zunehmenden Überwachung prima unter die Leute bringen läßt.
Vergleiche auch hier: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-08/email-telekom-gmx-verschluesselt

Diese Kritik hätte ich mir auch von Radio1 gewünscht!
Vielen Dank

Im Kapitalismus gibt es keine Geschenke.

Da gehst du mit besten Vorsätzen auf eine Demo: Bringst Wasser mit, in kleinen Verschenkflaschen mit nem kreativen Protestspruch, weil es heiß ist und du das ’ne witzige Aktion findest, und schreibst das an dein Fahrrad. Und was passiert? Du triffst eine Menge schockierter Menschen. Menschen, die dich für einen kommerziellen Democaterer halten und wohl vermuten, dass du sowas öfter machst, als kleinen Nebenverdienst, mit finanziellen Ambitionen; Menschen, die erst mal irritiert wieder weglaufen, wenn du auf ihre Frage „Was bekommstn du dafür?“ mit „Ein Dankeschön“ antwortest, um dann nach ein, zwei Minuten wiederzukommen und „Echt jetzt?“ zu fragen. Menschen, die dir von einem Buch erzählen, in dem ein Banker sagt, dass es im Kapitalismus auf der Straße nie Wasser geschenkt gibt, auch nicht, wenn da jemand in Not ist, und die deshalb schmunzelnd meinen, mit dieser kleinen Aktion hätte sich die Welt ein bisschen verändert.

Ich weiß nicht, wer den Kopf mehr schüttelte, so manche Demobesuchenden oder ich. Vermutlich hätte ich ein großes „ZU VERSCHENKEN!“ mit aufs Schild malen sollen, um die Annäherung der Massen zu vereinfachen. Irgendwann ging es auch so. Nun würde ich aber doch gerne wissen, wie viele der Beschenkten, die eigentlich unbedingt etwas spenden wollten, meiner dann geäußerten Bitte nachgekommen sind, doch einfach jemand Bedürftigem heute einen auszugeben, etwas in einen Spendenbecher zu legen oder Was-Auch-Immer…

Wasser trinken gegen Überwachung!

Gleich gehe ich los: Demonstrieren ist angesagt heute. Und da es so heiß ist und ich eigentlich nie ohne irgendein mir sinnvoll und angemessen erscheinendes Aktionsmaterial zu ’ner Demo gehe, habe ich mich entschieden, das Lasteneselchen mal auszureizen: Es wird heute ordentlich beladen anlässlich meiner Miniaktion „Wasser trinken gegen Überwachung!“ 66 kleine Mineralwasserflaschen, beklebt mit Aluspiegelfolie und folgendem Text:

„Für die, die da glauben, Frieden sei aus Bomben und Sicherheit aus Stacheldraht gemacht: Schreib an die Wände, dass Menschen hier wohnen, jetzt ausnahmslos unter Verdacht. Und gib dabei auf dich Acht, dass dich die Kameras nicht sehn, wenn du vorhast, durch die überwachte Welt da draußen zu gehn“ (aus: DOTA, Überwachte Welt)

Wasser trinken gegen Überwachung: eine Miniaktion von @manubloggt – Prost! 😉

Bittebitte: Teilt mit anderen, soll ja keine und keiner hier umkippen vor Hitze!

Hoffen wir, dass das Rad bis zum Demoauftakt nicht zusammengebrochen ist 😉

Demoauftakt 14 Uhr auf dem Heinrichplatz; Strecke: Oranienstraße, Rudi-Dutschke-Straße, Kochstraße, Wilhelmstraße, Behrenstraße, Ebertstraße, Brandenburger Tor (Abschlusskundgebung) – wer’s spontan noch liest (ihr benutzt doch alle RSS-Feader..), kommt doch auch!

Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!

Wie hier bereits beschrieben, findet im September in Berlin zum ersten Mal die (nur im Namen) an bekannte sportliche Großereignisse angelegte Veranstaltung „Jugend hackt“ statt.

Programmierinteressierte Kinder & Jugendliche ab 12 treffen sich in Berlin (Anreise von außerhalb wird unter Umständen finanziell unterstützt!) und arbeiten mehrere Tage „wie die Großen“ an unterschiedlichen Programmierprojekten. „Wie die Großen“ hat auch diese echt tolle Kinder-Hack-Veranstaltung ein Problem: Wie mir zu Ohren kam, gibt es bisher wohl noch vergleichsweise wenige Mädchen, die zur Veranstaltung kommen wollen.. Das kann doch wohl nicht sein! Helft bitte mit, „Jugend hackt“ noch bekannter zu machen und Mädels zu ermutigen, sich anzumelden!

Klebt doch einfach DIESEN Veranstaltungsaufruf (pdf) an den Kinderclubeingang in eurem Kiez, sprecht mal mit den Mitarbeitenden im Stadtteilzentrum, schickt die Info an euch bekannte techinteressierte Mädels weiter, verteilt den Aufruf über die Mailingliste eurer Schule, hängts im Supermarkt aus oder im Bioladen oder im Techmarkt im nächsten Einkaufszentrum… Was auch immer.

Tiefgreifende Programmierkenntnisse sind NICHT ZWINGEND erforderlich, Interesse am Coden und erste Schritte in diese Richtung natürlich schon („Wir freuen uns über alle 12- bis 18-Jährigen, die schon einmal Programmiercode geschrieben haben – egal, ob ihr gerade erst HTML lernt oder schon komplizierte Python-Algorithmen baut.“)

Bitte teilt das – und schon mal danke fürs Helfen :-) „Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!“ weiterlesen

Pimp your Fahrrad

Eine Ära ist zu Ende: Am Wochenende hab ich den Fahrradkindersitz auf dem hinteren Gepäckträger abgebaut. Dem hinteren, denn vorne hatte ich mir auch mal einen draufgebaut, und Fußstützen (die ich nun morgen früh noch abschraube, hab ich vergessen vorhin), denn eine Zeitlang fuhr ich mit zwei Kindern auf diesem Rad, behelfsmäßig. War lustig. Aber vorbei – auf dem Gepäckträger vorne thront schon eine Weile ein etwas überdimensionierter Korb, in den auch ein Schulranzen, eine Notebooktasche und ein halber Einkauf passen (oder zur Not doch (getestet ;).. ein müdefaul zusammengekauert sitzendes Kind).

Wie dem auch sei: Hinten… da sitzt seit heute eine übriggebliebene Fleischerkiste. Ha!, Drahtesel, du bist und bleibst ein liebes Lastentier.
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Vom richtigen Leben im richtigen

Wieder einmal ist ein Zeltlager vorbei. Wieder einmal habe ich drei tolle, anstrengende Wochen mit tollen, anstrengenden Menschen verbracht, kleinen und großen, vielen jüngeren, einigen älteren. Mit ihnen gelacht, gelästert, gelernt, gelebt. In Schweden ein Drei-Wochen-Zeltlagerleben mitgestaltet, so aufrichtig und richtig, so gemeinsam und ehrlich und unmittelbar, wie das eben möglich ist mit in diesem Jahr insgesamt über 140 Menschen auf einem wilden Naturzeltplatz in der mir seit unfassbaren zwanzig Jahren bekannten Weite am südschwedischen Bolmensee.

Damals wie heute bin ich bewegt: Von den Kindern mit ihren so unterschiedlichen Geschichten und Charakteren. Von der Gemeinsamkeit, oder manchmal auch von dem immerwährenden Versuchsprojekt, aus Gegeneinander Gemeinsam wachsen zu lassen. Von den vielen Aktivitäten, die ich vorurteilsfrei ausprobieren durfte ebenso wie von all denen, die ich beisteuern, weitergeben konnte an andere.

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„Jugend hackt“ in Berlin!

Egal, ob eure Kids (12-18J.) gerade die ersten Schnipsel HTML aufschreiben oder sich schon an komplizierterer Software versuchen: Wer sich für Code und Programmieren interessiert und Lust hat, mit anderen Kids und Jugendlichen zusammen wie die Großen ein Projekt zu bearbeiten, dürfte im September bei „Jugend hackt“ in Berlin genau richtig sein. Auf der Webseite heißt es:

Zusammen wollen wir innerhalb von zwei Tagen Apps, Visualisierungen, Prototypen oder andere Projekte aus den Themenfeldern „Schule/Bildung“ und „Freizeit/Umwelt“ auf die Beine stellen. Dabei kannst du selbst entscheiden, welche Themen du wie bearbeiten möchtest.

Yey! Wer unter euch also tastatursportbegabte Kids kennt, sollte diese vielleicht mal ganz gezielt auf diese tolle Veranstaltung hinweisen. Mehr Infos gibts auf der jugendhackt-Website via Bilder-Verlinkung in diesem Beitrag.