Wir sind Spartakus.

Warum es lohnt, für seine Überzeugungen auch auf die Straße zu gehen und zu kämpfen, spricht PGP-Erfinder Phil Zimmermann in einem sehr lesenswerten Interview in der Zeit aus:

„Ich glaube, der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen ist, sie selbst zu schaffen. Wir müssen uns entscheiden, was wir wollen. In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Dann müssen wir so hart wie möglich daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen. Wenn man vorhersagen will, wie ein Football-Spiel ausgeht, ist es besser, aufs Feld zu gehen und sich den Ball zu schnappen und ihn selbst in die richtige Richtung zu tragen.“

Setzt das um – kommt zur Demo Freiheit statt Angst morgen in Berlin. Ich werde dabei sein. Bis morgen?

Zum Thema Verschlüsselung von Mailverkehr erläutert Zimmermann im selben Interview eingangs übrigens treffend:

Eigentlich sollte jeder seine Alltagskommunikation verschlüsseln. Wir müssen an die Folgen unseres Handelns für die Gesellschaft denken. Nicht jeder Inhalt einer WhatsApp-Nachricht ist hochsensibel. Darum geht es aber auch gar nicht. Indem wir unsere Kommunikation verschlüsseln, tragen wir dazu bei, dass es zu einer sozialen Norm wird. Verschlüsselte Nachrichten werden dann als normal akzeptiert.

ZEIT ONLINE: Wieso ist das wünschenswert?

Zimmermann: Kennen Sie den Film Spartakus? Es geht um einen Sklavenaufstand im alten Rom. Der römische Feldherr verspricht allen Sklaven ihre Freiheit, wenn sie ihren Anführer, Spartakus, ausliefern. Bevor der sich zu erkennen geben kann, steht ein anderer auf und sagt: „Ich bin Spartakus“. Nach und nach stehen alle auf, um Spartakus zu schützen. Das ist es, was wir auch tun müssen: Wir alle müssen lernen, unsere Kommunikation zu schützen, denn damit bieten wir anderen Menschen Schutz. Wenn wir unsere Gesellschaft vor einer schlimmen Zukunft bewahren wollen, muss Verschlüsselung zur Bürgerpflicht werden.

Steht auf. Denn wir sind Spartakus.

PS: Demoroute der #FsA13: Karl-Marx-Allee/Otto-Braun-Straße/Alexanderstraße -> Alexanderstraße -> Stralauer Straße -> Spandauer Straße -> Anna-Louisa-Karsch-Straße -> An der Spandauer Brücke -> Rosenthaler Straße -> Weinmeisterstraße -> Münzstraße -> Memhardstraße -> Alexanderstraße
Los gehts um 13 Uhr.

Das Mädchen Wadjda: Geht ins Kino!

Dass es diesen Film gibt, grenzt fast an ein kleines Wunder, wie kinderfilmwelt.de erklärt:

„Wusstest du, dass bis zum April 2013 Frauen in Saudi-Arabien tatsächlich nicht Fahrrad fahren durften? Da ist es ganz schön mutig von der Regisseurin, trotzdem eine Geschichte über ein Mädchen und ihren Fahrradtraum zu verfilmen. Über den Alltag von Kindern wie Wadjda und Abdullah gibt es kaum Filme.(…)“

Der Film läuft ab dem 05.09.2013 in den deutschen Kinos. Das Haus @manubloggt geht den sicherlich in der kommenden Woche in Berlin ansehen – wer mit will, meldet sich zwecks Abstimmung schnell per Mail.

Na dann mal los.

(IG Metall Youtube Wahlclip. Gut gemacht, find ich. Da können die Parteien, die wir dann alle wählen sollen, mit ihren Spots meiner Meinung nach nicht wirklich mithalten… Es bleibt also die Qual der Wahl. Wer Anfangsinspiration braucht, könnte ja mal den Wahlomat befragen. Oder Programme lesen. Oder… Oder vielleicht doch entscheiden nach Bauchgefühl und Lieblingsfarbe, wenn am Ende sowieso was anderes umgesetzt wird als versprochen? Nun ja..)

HÄNDE WEG von unseren Klubs! – ein Kinderkrimi

Am kommenden Montag, 19.August 2013 um 17 Uhr laden Kinder zweier Berliner Jugendeinrichtungen, die in den vergangenen Monaten an einem Filmprojekt mit dem Titel „Hände weg von unseren Klubs!“ gearbeitet haben, ins Kino ARSENAL zur Premiere ein.

In dem Film geht es um die Rettung von Kinderfreizeitorten vor der Verdrängung durch lukrative Hotels und vielversprechende Wohnprojekte. Den rücksichtslosen Immobiliengeschäften, bei denen öffentliche Einrichtungen meist den Kürzeren ziehen, setzen die Marzahner und Schöneberger Kinder gemeinsam etwas entgegen.

Hört sich spannend an? Finde ich auch. Sehr! Ich gehe hin, kommt doch mit!

Die ausführliche PM zur Filmpräsentation könnt ihr nachstehend nachlesen.

„HÄNDE WEG von unseren Klubs! – ein Kinderkrimi“ weiterlesen

Wasser trinken gegen Überwachung!

Gleich gehe ich los: Demonstrieren ist angesagt heute. Und da es so heiß ist und ich eigentlich nie ohne irgendein mir sinnvoll und angemessen erscheinendes Aktionsmaterial zu ’ner Demo gehe, habe ich mich entschieden, das Lasteneselchen mal auszureizen: Es wird heute ordentlich beladen anlässlich meiner Miniaktion „Wasser trinken gegen Überwachung!“ 66 kleine Mineralwasserflaschen, beklebt mit Aluspiegelfolie und folgendem Text:

„Für die, die da glauben, Frieden sei aus Bomben und Sicherheit aus Stacheldraht gemacht: Schreib an die Wände, dass Menschen hier wohnen, jetzt ausnahmslos unter Verdacht. Und gib dabei auf dich Acht, dass dich die Kameras nicht sehn, wenn du vorhast, durch die überwachte Welt da draußen zu gehn“ (aus: DOTA, Überwachte Welt)

Wasser trinken gegen Überwachung: eine Miniaktion von @manubloggt – Prost! 😉

Bittebitte: Teilt mit anderen, soll ja keine und keiner hier umkippen vor Hitze!

Hoffen wir, dass das Rad bis zum Demoauftakt nicht zusammengebrochen ist 😉

Demoauftakt 14 Uhr auf dem Heinrichplatz; Strecke: Oranienstraße, Rudi-Dutschke-Straße, Kochstraße, Wilhelmstraße, Behrenstraße, Ebertstraße, Brandenburger Tor (Abschlusskundgebung) – wer’s spontan noch liest (ihr benutzt doch alle RSS-Feader..), kommt doch auch!

Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!

Wie hier bereits beschrieben, findet im September in Berlin zum ersten Mal die (nur im Namen) an bekannte sportliche Großereignisse angelegte Veranstaltung „Jugend hackt“ statt.

Programmierinteressierte Kinder & Jugendliche ab 12 treffen sich in Berlin (Anreise von außerhalb wird unter Umständen finanziell unterstützt!) und arbeiten mehrere Tage „wie die Großen“ an unterschiedlichen Programmierprojekten. „Wie die Großen“ hat auch diese echt tolle Kinder-Hack-Veranstaltung ein Problem: Wie mir zu Ohren kam, gibt es bisher wohl noch vergleichsweise wenige Mädchen, die zur Veranstaltung kommen wollen.. Das kann doch wohl nicht sein! Helft bitte mit, „Jugend hackt“ noch bekannter zu machen und Mädels zu ermutigen, sich anzumelden!

Klebt doch einfach DIESEN Veranstaltungsaufruf (pdf) an den Kinderclubeingang in eurem Kiez, sprecht mal mit den Mitarbeitenden im Stadtteilzentrum, schickt die Info an euch bekannte techinteressierte Mädels weiter, verteilt den Aufruf über die Mailingliste eurer Schule, hängts im Supermarkt aus oder im Bioladen oder im Techmarkt im nächsten Einkaufszentrum… Was auch immer.

Tiefgreifende Programmierkenntnisse sind NICHT ZWINGEND erforderlich, Interesse am Coden und erste Schritte in diese Richtung natürlich schon („Wir freuen uns über alle 12- bis 18-Jährigen, die schon einmal Programmiercode geschrieben haben – egal, ob ihr gerade erst HTML lernt oder schon komplizierte Python-Algorithmen baut.“)

Bitte teilt das – und schon mal danke fürs Helfen :-) „Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!“ weiterlesen

Netzneutralität – jetzt auch mit ARD und ZDF

ARD und ZDF schließen sich in einem gemeinsamen Positionspapier (pdf; Kenntnis via Twitter) der Forderung nach einer vertieften gesetzlichen Regelung zur Festschreibung von Netzneutralität an.

Bitte informiert auch ihr euch, klärt euer Umfeld zum Thema auf und zeichnet die aktuelle Bundestags-ePetition, auch wenn uns allen bewusst sein sollte, dass solche Petitionen nur begrenzt wirksam sind (Netzpolitik.org erklärt es noch mal schön). Ein Zeichen sind sie aber doch, die Debatte um Netzneutralität wird durch eine hohe Zeichnendenzahl sicherlich weiter in die Gesellschaft getragen und der Druck auf die Politik erhöht, und genau darum muss es jetzt gehen.

Hier und hier gibts übrigens Interviews mit dem einreichenden Petenten. Und nach wie vor lesenswerte, ausführliche Artikel zum ökonomisch motivierten Kampf gegen die Netzneutralität, dem Versuch der Vereinnahmung des Internet und auch zu den diesbzgl. Interessen der Telekom gab es u.a. schon im Sommer 2010 auf carta und im Sommer 2011 in der c’t.

Tagesspiegel zu #rp13 und Kinderengagement

Eine Journalistin vom Tagesspiegel hat mich am Rande der re:publica nach meinem Vortrag zu Kinderengagement interviewt, um über das von mir vorgestellte Thema zu berichten. Das hier ist dabei herausgekommen:

(Nachdem der Code zum Einbetten auf der TSP-Webseite abrufbar ist, bette ich es hier ein, wofür wär die Funktion sonst gut?..)

PS: Wie schon per Twitter mitgeteilt, lieber Tagesspiegel: Ich bin wirklich flexibel und vielseitig. Ich arbeite als (SEO-)Texterin, Web-Designerin und Beraterin für Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsmanagement und digitale Strategien (hier nachzulesen). Auch für Lektorat und Korrektorat bin ich zu haben. Aber ich bin keine Kommunikationstrainerin, wie zumindest derzeit noch im Text unter eurem Filmchen steht. Vielleicht lässt sich dies ja noch ändern, wie bereits erbeten? 😉

PPS: Und btw., Welt da draußen: Ab Mitte Juli hab ich wieder Zeit für neue Projekte. Also, wenn ihr noch qualifizierte Unterstützung in eurem spannenden Projekt sucht: Kontaktiert mich – es würde mich freuen!