Kaputt. Juhu!

Aktuell ist in der Schule Projektzeit, das Kind ist diese Woche Teil der Fahrradwerkstatt-Gruppe. Ärgerlich nur, dass das eigene Fahrrad heil ist. Dennoch musste es zur Schule mitgenommen werden, man könnte ja wenigstens den Sattel mal ein bisschen höher stellen oder die Klingel wieder festschrauben oder so, und da wir aber ein bisschen spät dran waren, chauffierte ich Fahrrad und Kind zackzack im Auto zur Schule.

Heckklappe auf. BROCH!, stürzte das Fahrrad aufs Straßenpflaster. KRATZSCH!, splitterte das Rücklicht über den Fußweg. JUBEL, tönte das Kind: „DANN KANN ICH DAS JA MIT HEISSKLEBER KLEBEN!“

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Freude machen…

Formen löten mit Kindern

Ein guter Einstieg ins Löten sind ganz einfache Formen:

Dreiecke, Vierecke, Sterne (als Verzierung für Weihnachtsgeschenke?). Letztes Jahr im Camp haben die ganz Lütten einfach ne Leuchtdiode auf ne Knopfzellenbatterie gelötet, schneller Erfolg garantiert 😉
Update: Hat auf dem Camp zwar bei meiner Kleinen geklappt, aber sollte man dennoch nicht nachmachen, siehe Kommentare.

Auch cool (na ja.. besser: hot ;)) am Anfang sind kleine Würfel oder Namenszüge (verlötbaren Draht zurechtschneiden, Buchstaben löten, diese an Ober- und Unterkante sowie an den Seiten mit einem parallelen Draht zu einer Schildform verlöten).

Und wer es lieber bunt mag, für den sind vielleicht die Blinkenarea-Bausätze was, da gibts auch super Sachen für Einsteigende (Sohn und ich haben mit einer Vorversion dieses Bausatzes hier letztes Jahr begonnen).

Kübra schweigt nicht. Gut so!

Gestern hat die taz-Kolumnistin Kübra Gümüsay via Twitter ihren neuesten Blog-Artikel verteilt, offensichtlich ihre in der taz veröffentlichte Kolumne vom Tag zuvor. Schockierend, oder auch wieder nicht (weil ich jedenfalls mir so etwas leider vorstellen kann), mutig in der Weise, wie sie mit auf sie persönlich abzielenden, rassistisch motivierten Angriffen umgeht, und lesens- sowie weiterverteilenswert, um damit ihr und anderen Menschen, die von solcherlei Anfeindungen betroffen sind, feste den Rücken zu stärken. In ihrem Blog „ein fremdwörterbuch“: Schweigen werde ich ganz sicher nicht. Ein schlimmer, starker Artikel, wie ich finde. Wie gut, dass sie nicht schweigt.

Linuxtage12: Cafébabel

Ach sieh an, während meiner Zeit in Polen ist er doch online gegangen, mein Cafébabel-Artikel zu den Linuxtagen 2012:

Unter der Überschrift „Freie Roboter sind glücklicher: Was freie Software sein kann.“ findet ihr dort einige Eindrücke und Infos insbesondere zu holarse, freeyourandroid, skolelinux und freedroidz.

Den Artikel könnt ihr hier im Ganzen lesen. Ging wohl am 03. Juli online – und ich dachte schon, der sei nicht angenommen oder verschüttet worden 😉

Technik: Was fehlt.

Was ich wirklich dringend bräuchte, wäre ein Gerät, welches all diese klaren Gedanken, Textbausteine, Satzfetzen und Selbstgespräche aufzeichnet, die mir Tag für Tag und Abend für Abend durch den Kopf schießen. Immer dann, wenn ich denke: „Das müsste ich gleich dringend aufschreiben“, sollte es diese Gedanken per Copy & Paste einfach in eine Cloud, natürlich ne selbst verwaltete wie z.B. diese hier, stellen; sortieren würde ich das dann selbst. Das kann doch nicht so schwer sein, wer entwickelt mir denn sowas mal rasch?

Kinder und Technik? Ja. Ausdrücklich!

In einer der letzten hartaberfair-Sendungen versammelte Frank Plasberg eine Runde illustrer Experten für Kinder- und Jugendgedöns in seinem Studio. Diese redeten ununterbrochen von den Gefahren des Netzes und der wilden Technik für Kinder, plädierten (namentlich der mir eh in vielem sehr ferne Michael Winterhoff) dafür, Kinder möglichst lange von Internet, Social Media etc. fernzuhalten, und zeigten sich unendlich lebensfern. Einzig Oliver Pocher (eingeladen in seiner Qualifikation als – zumindest in dieser Runde – Fast-Noch-Jugendlicher? Oder als junger Vater mit I-Phone?), der zaghaft lächelnd versuchte, gegen die anderen mit dem Argument „Weltfremdheit“ anzugehen, konnte kurzzeitig bei mir punkten (ein zweites Mal dann, als er etwas trotzig auf die Abschlussrunden-Personenfrage mit „Ich hab ADHS und muss hier raus“ antwortete). Aber ein Gedanke lässt mich seit dieser Sendung eigentlich nicht mehr los:

Wo seid ihr denn, ihr Eltern der sagenumwobenen „Generation Internet“??!! Warum sagt denn keiner mal was gegen diese ständigen Aufrufe zu Kinder-Technik-Verboten?!

Dann eben ich. „Kinder und Technik? Ja. Ausdrücklich!“ weiterlesen

Vorübungen für den 28C3

Eltern-Tipp in Vorbereitung des 28C3: Nehmt Werkzeug und einiges an Elektroschrott mit, setzt die Kids in eine Ecke – und lasst sie einfach mal machen. Findet sich bestimmt auch derdie eine oder andere Nerdmensch, um den lieben Kleinen bei Bedarf zu erklären, was da beim Aufschrauben so zum Vorschein kommt. Unsere Kids haben jetzt schon mehrere Wochenenden schraubend verbracht – ist und bleibt eben spannend zu sehen, was in so ner Festplatte, nem alten DVD-Player, ner VHS-Kassette,.. innen so drin ist. Und was man da alles draus Neues basteln und schraubseln kann! …Nach unseren privaten Erfahrungen damit vermutlich länger fesselnd als die Lego-Baustelle beim Congress (womit ich diese keinesfalls diskreditieren möchte, ist wirklich super, dass es die Jahr für Jahr gibt!).

So ein „Mal reinschauen – Technik-Gefrickle für MiniNerds“ wäre doch vielleicht wirklich.. (Gäben die Workshop-Raumkapazitäten das denn her vor Ort? Und – hätten manche von euch da auch Interesse dran? Und – ist es für solche Ideen jetzt nicht eigentlich leider schon zu spät?)