Abgründe des Pfandwesens

Nachdem der Supermarkt „Kaufland“ damit wirbt, jegliche Arten von Pfandflaschen und -kästen problemlos zurückzunehmen, bin ich neulich mit einem Großsammelsurium an Wasser-, Saft-, Mate-, Milch- und ähnlichen Flaschen sowie einem Matekasten und einem flaschenlosen Biosaft-Kasten dort eingetroffen. Ein stattliches Sümmlein kam auf dem Rücknahmebon zusammen. Die netten jungen Herren am Rücknahmeschalter sortierten die Flaschen und Fläschchen fleißig in die vor Ort bereitstehenden Kisten ein – nur den Kasten Mate stellten sie separat, wie auch die Biomilchflaschen und einiges andere. Ich dachte mir noch, dass sie dies wohl tun würden, weil es sich um sortimentsfremde Rückgaben handelte. Dann jedoch warfen die beiden den leeren Saftflaschenkasten schwungvoll in einen direkt neben dem „Sonderstapel“ stehenden Plastikmüll-Container. Auf meine irritierte Nachfrage, warum der Kasten denn weggeworfen würde, bekam ich nur ein „Aber wir zahlen ja den Pfand zurück!“. Ich fragte noch einmal. Dieselbe Antwort.

Ich bat dann darum, mir alle von Kaufland nur bezahlten, aber nicht wieder rückgeführten Kästen und Flaschen zurückzugeben, da das zwar zweifelsohne finanziell sehr nett von dem Supermarkt, aber nicht mein Anliegen sei. Und durfte mit dem leeren Mate-Kasten, den Bio-Milchflaschen und dem leeren Saftkasten wieder abziehen. Irritiert wurde extra für mich der Pfandbon noch mal geändert – und ein drittes Mal gesagt: „Aber wir hätten doch den Pfand ausbezahlt!“ Ja, Jungs, sehr nett von euch. Echt.

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