Ja, mein Mädchen trägt gerne rosa Kleider. Ja, mein Junge mag keine Schleifchen im Haar. Ja, Kinder leben und erleben die sie umgebende Welt und suchen sich ihre ganz persönliche Rolle in dieser, durchaus auch geprägt von Geschlechterstereotypen.
Gerade daher aber ist es mir wichtig, mich dafür einzusetzen, starr vorgegebene Rollen infragezustellen: Es gibt zwar bestimmte Vorstellungen über angeblich geschlechtsbezogene Eigenschaften und Rollenbilder, die unsere Gesellschaft prägen, aber damit sind diese längst noch nicht komplett naturgegeben (vielleicht in Teilen, vielleicht auch überhaupt nicht, hieran scheiden sich ja die wissenschaftlichen Geister) und in der Folge auch nicht unveränderbar.
Auf der Internetseite der Zeitschrift Eltern stieß ich
auf diesen Artikel, in welchem sich der Autor Wolfgang Bergmann, Erziehungswissenschaftler und Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover, für ein wichtiges Thema einsetzt; jedoch unter der (nicht einmal offen erklärten!) Annahme, dass bestimmte charakterliche Eigenschaften geschlechtsverknüpft seien. Dies ärgerte mich so sehr, dass ich einen Kommentar veröffentlichen wollte. Der sprengte aber den Rahmen von
eltern.de - und darum steht mein Kommentar jetzt hier.
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