Kleinkindbustiers als Gesundheitsvorsorge – echt jetze?!

Neulich nebenbei entdeckt (Sale durchgeguckt):

„Mit diesem frischen Bustier legen Mädchen einen gesunden Grundstein für
ihre Zukunft.“

Erhältlich ab Größe 92 (das entspricht dem Alter 1,5 Jahre). Japp.

Für die Nieren wäre ein Unterhemd besser, scheint mir? Oder hab ich bloß was verpasst und Eltern sollten nach neuestem Forschungsstand für ihre lütten Girls insbesondere auf das Wärmen der noch unentwickelten Brustdrüsen achten?

Screenshot aus dem Online-Shop, Stand 26.08.2016 10:34 Uhr

sanetta mädchenbustier quelle http://www.sanetta.de/md-bustier-44.html

Kindheitserinnerung: Vergessenes Essen

Mann, das hatte ich lange nicht. Grüner Salat! In süß(-sauer)! Welch supersimple kulinarische Wunderbarkeit – und in diesem Fall aus der Faulheit geboren (Appetit auf Grünzeug und keine Lust, die restlichen Zutaten für einen vollwertigen gemischten Salat einkaufen zu gehen)…

manubloggt grüner Salat

Einfach bloß grüner Salat (ganz originalgetreu wäre leicht labberiger Kopfsalat), Zitronensaft (heute frischer, früher bei meinen Eltern Zitronensäure in Wasser gelöst, wir hatten ja nüscht ;)) und Zucker. Und dann reinlegen, ääääh, reinhauen! (Und wie Papa immer sagte: Aber schön kauen, sonst legen sich die Blätter an die Magenwände an und machen Bauchschmerzen!)

HACH!!!

 

Großelternbande: von Vertrauen, Konflikten und Ehrlichkeit zwischen den Generationen

Kindheitserinnerungen: Meine Großeltern

Als ich ein Kind war, waren meine Großeltern für mich sehr wichtig. Ich hatte durch diverse Scheidungen und Neuverbindungen in der Familie vier Großelternpaare, zu dreien von ihnen gab es (und gibt es bis heute) viel Kontakt – und bei einem dieser Großelternpaare war ich im Kindergarten- und Grundschulalter besonders häufig zu Besuch. Da durften wir bei Oma und Opa im Bett oder wahlweise auch auf der Couch schlafen, es gab wenig Regeln und viel Eiscreme, der Opa hatte einen dicken Bauch, auf dem wir Kinder wild herumtobten, und es gab einen großen gelben Kachelofen, der für mich als Neubausiedlungskind irgendwie einen besonderen Reiz hatte.

Dickkopf gegen Dickkopf

Als ich ungefähr neun oder zehn Jahre alt war, hatte ich einen Streit mit meinem Kachelofen-Opa. Er fand, ich sei alt genug, auch mal ein bisschen zu helfen und solle auf einer Kehrschaufel die Asche die Straße hinunter und bis zur Aschetonne tragen. Ich fand das unglaublich peinlich und die Art seiner Aufforderung vermutlich auch unangemessen. Zwei Köpfe, zwei Meinungen prallten aufeinander, er meinte, dann könne ich jetzt auch nach Hause fahren, und genau das tat ich dann auch.

„Ich kläre hier was mit meinem Opa!“

Zu Hause hätte ich nichts erzählen müssen, aber sicherlich habe ich es doch getan. Und vermutlich haben meine Eltern, immer sehr auf eine gute Kommunikations-Balance bedacht, mir geraten, den Opa einfach anzurufen. Das Dilemma sei unauflösbar, aber ein gemeinsamer Weg sei bestimmt auch möglich, ohne mein Gesicht zu verlieren. Das werde schon wieder, „nur Mut!“

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Thank you for travelling with Deutsche Bahn

Hahahah: Diese E-Mail einer Freundin, die in Frankfurt wohnt, erreichte mich heute früh. Vorab: Sie hat sich inzwischen wieder beruhigt, sich ein Weilchen die Sonne auf die Nase scheinen lassen – und mir erlaubt, diese ihre doch für Außenstehende eher amüsante E-Mail hier zu veröffentlichen. Have fun..!

Reise zu einem Seminar nach München, das um 9:00 Uhr beginnt.

Zug ab FFM um 5:51 Uhr (kotz).

Aufstehen um 4:45 Uhr (kotz). Taxi zum Hbf um 5:20 Uhr.

Ankunft am Hbf: „ICE 521 40 Minuten Verspätung aufgrund einer technischen Störung auf der Strecke“

KOTZ.

6 Uhr, die Lounge macht auf. Bestellung Schwarzer Tee.

6:15 Uhr, Durchsage: „Meine Damen und Herren, der ICE nach München fährt in Kürze ein.“ (Na wer sagt’s denn, doch keine 40 min!).

Sofort Mantel geschnappt und los zum Gleis.

6:18 Uhr, Ankunft am Gleis. Die Rücklichter des abfahrenden ICE 521 verschwinden in der aufgehenden Morgensonne. Verpasst. Ungläubiges Starren. Dann: Zorn. Niemand da zum Beschweren.

Was bleibt: der nächste ICE, 6:54 Uhr.

Ankunft pünktlich. Dann: „Meine Damen und Herren, aufgrund einer technischen Störung müssen wir den Zug ausschalten und alle Systeme komplett neu hochfahren.“

Es wird dunkel. Auch in mir.

7:25 Uhr: Abfahrt. Ankunft in MUC noch nicht absehbar. Es bleibt spannend.

Thank you for travelling with Deutsche Bahn.

Ergebt euch: Der Duden macht Sinn

Eben aus anderen Gründen mal kurz online was zum Thema Sinn beim Duden geschaut und das hier gefunden:

5. Ziel und Zweck, Wert, der einer Sache innewohnt
Beispiele
[…]
etwas macht keinen/wenig Sinn (umgangssprachlich; hat keinen/wenig Sinn; nach englisch it doesn’t make [any] sense)

Okay, dahinter steht sauber kurz der Hinweis „umgangssprachlich“ und unter (4.) findet sich auch ein Verweis auf „Sinn ergeben“. Aber warum nun eigentlich die eine Formulierung im Deutschen (nur) umgangssprachlich genutzt werden sollte und die andere nicht, und warum man Sinn auch im Englischen nicht „machen“ kann, lässt sich mit Dudens Hilfe hier nicht herausfinden.

Aber hier! Für alle, die das auch endlich mal genau(er) wissen wollen, empfehle ich diesen lesenswerten belleslettres-Artikel mit Videotutorial. Sehr aufschlussreich!

Pusteblumen konservieren

Peter Lustig ist gestorben. Wie traurig.. Und was soll ich sagen, ausgerechnet heute lief mir beim Kraftfuttermischwerk dieses Video zum Pusteblumenkonservieren über den Weg.. Hach, hach. Löwenzahn.

Kleines Update:

Sendehinweis

„Das ZDF würdigt Peter Lustig am Sonntagmorgen, 28.02.2016 in seiner Kinderprogrammstrecke sowie mit einer Löwenzahn-Nacht von Samstag, 27.02. auf Sonntag, 28.02.2016.“

Och LÜK! Denkspiele zum Weiterdenken

Besonders fies fand ich als Kind ja die Erkältungstage, an denen man nicht mehr mit gemeinen Kopf- und Gliederschmerzen im Bett lag und vor sich hinlitt, sondern jene, an denen es eigentlich irgendwie schon wieder ging, aber doch nicht so richtig. Das waren dann diese ungeheuer unendlichen Laaaaaaaangeweiletage.. Letzte Woche nun war eines der Kinder hier im Hause manubloggt in genau dieser Situation – und kramte zum Zeitvertreib Kreuzworträtsel, allerlei Spiele und auch den LÜK-Kasten hervor. Das LÜK-System ist hier eigentlich ziemlich beliebt, wir haben eine Vielzahl an Heften und die Kinder machen das ganz gerne mal.

Aber diese LÜK-Aufgabe hier* – und die geschickte Kritik des Kindes – lohnt einen kritischen Blogeintrag:

„Mama, die sind doch doof: Ich soll hier herausfinden, wie viele Mädchen insgesamt auf der Seite sind. Aber das kann man so gar nicht herausfinden. Die Frage müsste eigentlich heißen: Wie viele Kinder tragen ein Kleid oder einen Rock?, denn Mädchen können ja auch Hosen tragen! Und Jungs auch Kleider, auch wenn sie das fast nie machen. Ich leg das jetzt so hin, wie die das wollen, aber ich finde das doof!“

*Im Artikelbild oben seht ihr einen Ausschnitt aus der betreffenden Seite. Um auf die richtige Lösung für die betreffende Frage zu kommen, muss das spielende Kind alle Figuren mit Rock oder Kleid, die auf der Seite abgebildet sind, zählen. Diese haben zufälligerweise übrigens auch alle mindestens schulterlange oder längere Haare, im Gegensatz zu allen Figuren mit Hosen.

Ich hab es extra noch mal nachgeschlagen, da wir das Heft nur aus zweiter Hand haben: Ja, es handelt sich hier um eine noch immer aktuelle Ausgabe, die man ganz regulär auch über den Verlag bestellen kann. Und ja, die LÜK-Hefte finden in vielen Schulen regelmäßig Eingang in die sogenannte Frei- oder Stillarbeit, werden als Ergänzungsmaterial für das ach so moderne Enrichment oder auch für die Nacharbeit von Themen genutzt. Da wäre es mal dringend Zeit für ’ne überarbeitete Neuauflage, oder?!

Abschluss-Konferenz EWSDGE

In den letzten Jahren war ich mehrfach und in unterschiedlicher Weise – als Protokollantin (Bsp., Liste 2013, Bsp. 2015, Liste Dt. 2015), als Rednerin sowie als PoetrySlammerin – und an ganz unterschiedlichen Orten in Deutschland und in Frankreich in das Projekt Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung bzw. (in der europaweiten Fortsetzung) European Women Shareholders Demand Gender Equality eingebunden.

Heute findet in Brüssel die Abschlusskonferenz dieses spannenden und erfolgreichen Projekts statt.

Politik ist bekanntlich „dicke Bretter bohren“ – das nervt manchmal (mich Ungeduldige ja sogar ziemlich oft), aber umso wichtiger ist es, dass viele Menschen über lange Zeit am Ball bleiben und sich gemeinsam stark machen. In Sachen Gleichberechtigung dürfen sich der djb und alle mit ihm verbundenen Organisationen und Institutionen heute für die geleisteten Anstrengungen und die bisher bereits erreichten Erfolge meiner Meinung nach mindestens einmal kräftig auf die Schultern klopfen, gemeinsam anstoßen – und dann aber nicht mit der wichtigen Arbeit aufhören, sondern weiter bohren, bohren, bohren. Chapeau an alle hier vielfach Engagierten. Und weiter so!

Mehr Informationen zum Output des Projekts finden sich u.a. hier, hier (pdf) und hier. Eine interessante Pressemitteilung des djb aus 12/2015 zur „Aufsichtsrätinnen-Richtlinie“ ist hier abrufbar.

Kleiner Abschied – ein sehr persönliches Protokoll

Am Dienstag vor zwölf Tagen saß ich bei Freunden am Küchentisch und sie klatschtratschfragten mich fröhlich: Manu, weißt du schon das Neueste?

Weißt Du, wer SCHWANGER ist?

Fast wäre ich geplatzt, aber ich biss mir in die Wangen, um mich nicht aufgeregt-kichernd zu verplappern mit Ja, ICH!, Anfang achte Woche!, denn wir wollten es ja vor der vielbewarnten vollendeten 12. Woche noch nicht so sehr herumerzählen… Nur einige besonders enge, langjährige Freundinnen, mit denen ich seit Jahren überall da, wo es Internet gibt, fast jeden Tag in Kontakt stehe, wussten bereits von unserem Projekt Nummer Drei.

Dies ist das Protokoll einer kleinen Geburt¹ Anfang der neunten Schwangerschaftswoche.

Es ist auch und vor allem eine mich mit großer Dankbarkeit erfüllende Sprachfetzen-Nacherzählung vieler Nachrichten eines mich seit langem tragenden Freundinnen-Netzes, das es ohne das Internet überhaupt nicht gäbe und das durch die vielen neuen technischen Möglichkeiten und Dienste, die in den letzten Jahren quasi drumherum gewachsen sind, noch viel stabilere Fäden zum Fortspinnen dieser Freundschaften bekommen hat.

Und es ist sicherlich einer der persönlichsten Beiträge dieses Blogs. So sei es.

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Knick in der Optik

Wenn alles bleiben soll, wie es ist, muss sich alles verändern oder so – und daher ist das Blog jetzt endlich mal neu angezogen. Und umgezogen. Juhu!

So manches stimmt noch nicht – ich muss noch diverse Kommentare nachziehen, die irgendwo verschollen sind; Bilder sind zwar inzwischen in ihren Artikeln, nicht aber unbedingt immer an den eigentlich vorgesehenen Plätzen angekommen; optisch ist eh noch einiges anzupassen, bis das hier so richtig „meins“ ist und auch technisch sind mir noch einige Veränderungen wichtig. Aber das ist alles Finetuning. Wird schon.

Auf gutes neues Weiterlesen!